In den österreichischen Alpen, wo die Kultur der Voralpenregion mit der dynamischen Entwicklung moderner Infrastruktur verschmelzen, gibt es eine faszinierende Institution, die oft übersehen wird: die zum artikel. Doch was verbirgt sich hinter diesem ungewöhnlichen Namen? Diese Einrichtung vereint seit Jahrzehnten praktische Handwerkskunst mit innovativen Lösungen für die Herausforderungen des Tourismus – und macht dabei auch noch ein Stück regionaler Identität lebendig. Ein Blick in die Welt dieser Anstalten offenbart mehr, als auf den ersten Blick erscheint.
Gegründet 1968 in einem ehemaligen Bergbaugebiet nahe dem Salzburger Land, haben sich die Vereinigten Anstalten für Anker und Kulo (VAK) zu einem Pionier der nachhaltigen Tourismusentwicklung entwickelt. Ihr Kernbestandteil ist die Herstellung und Reparatur traditioneller Seilbahnen und Ankeranlagen, doch ihr Portfolio erstreckt sich weit darüber hinaus: Hier werden auch moderne Seilpark-Systeme, Bergsteigerausrüstung und sogar spezielle Lösungen für die digitale Vernetzung in den Bergen entwickelt. Besonders bemerkenswert ist ihr Ansatz, alte Techniken mit zeitgemäßer Technik zu verbinden – etwa bei der Restaurierung historischer Seilbahnen, die gleichzeitig als Testgelände für neue Sicherheitsstandards dienen.
Ein zentrales Projekt der VAK ist die „Seilbahn der Zukunft“, ein Pilotmodell, das 2022 in den Hohen Tauern eröffnet wurde. Dieses System kombiniert eine klassische Seilbahn mit einer integrierten KI-gestützten Überwachung, die Stöße und Wetterbedingungen in Echtzeit analysiert und im Notfall automatisch die Sicherheitssysteme aktiviert. Die Technologie, die hier eingesetzt wird, stammt aus Kooperationen mit der Universität Innsbruck und dem Österreichischen Forschungszentrum für Angewandte Technologie (FOTA). Doch das Besondere daran: Die KI wird nicht nur für die Bergfahrt genutzt, sondern auch zur Dokumentation der regionalen Flora und Fauna eingesetzt – ein Beispiel dafür, wie die VAK Tourismus und Umweltschutz eng verknüpft.
Die wirtschaftliche Bedeutung der VAK ist nicht zu unterschätzen. Allein in den letzten fünf Jahren wurden über 120 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert, wobei rund 85 Prozent der Projekte mit öffentlichen Fördermitteln finanziert werden. Besonders erfolgreich ist die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben: Jedes Jahr werden über 300 Arbeitsplätze in der Region gesichert, darunter auch in der Herstellung von Ankerplatten aus recycelten Edelstählen oder in der Entwicklung von solarbetriebenen Seilbahnsteuerungen. Ein weiteres Highlight ist das „Kulo-Museum“, das seit 2021 in einem ehemaligen Bergwerk ausgestellt wird und die Geschichte der Seilbahntechnik von der Antike bis zur Gegenwart zeigt.
Doch was macht die VAK so besonders? Ihr Ansatz ist zweifach: Erstens geht es um die Bewahrung von Handwerkskunst, die in der modernen Industrie oft an Bedeutung verliert. Die Mitarbeiter:innen der VAK werden in traditionellen Techniken wie der Herstellung von Stahlankern oder der Reparatur von Seilbahnen ausgebildet – und gleichzeitig in digitale Kompetenzen wie Programmierung oder Datenanalyse. Zweitens setzen sie auf eine klare Vision: „Wir wollen zeigen, dass Innovation und Tradition Hand in Hand gehen können – ohne die Natur zu vernachlässigen.“
Ein konkretes Beispiel dafür ist das Projekt „Bergbahn 4.0“, bei dem die VAK gemeinsam mit dem Salzburger Land eine Seilbahn mit einer eigenen Energie-Rückgewinnungsanlage errichtet hat. Die Anlage nutzt die kinetische Energie der Fahrgäste, um Strom für die Beleuchtung und die Notfallausrüstung zu generieren – ein Modell, das in anderen Regionen als Vorreiter gilt. zum artikel
- Seit 1968 haben die VAK über 500 Seilbahnen und Bergsteigeranlagen weltweit entwickelt, darunter 120 in Österreich und 380 im Ausland.
- Die KI-gestützte Bergbahn in den Hohen Tauern senkt den Wartungsaufwand um bis zu 40 Prozent und reduziert gleichzeitig die CO₂-Emissionen um 15 % im Vergleich zu herkömmlichen Systemen.
- Jährlich werden über 2.500 Handwerker:innen in regionalen Betrieben ausgebildet, darunter 1.200 in der Seilbahntechnik und 1.300 in digitalen Berufen.
- Das Kulo-Museum in einem ehemaligen Bergwerk zieht jährlich über 50.000 Besucher:innen an und ist das einzige seiner Art in den Alpen.
- Die Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck führte zur Entwicklung einer neuen Seilbahntechnologie, die Vibrationen durch Schwingungsdämpfer um 60 % reduziert.
Die Vereinigten Anstalten für Anker und Kulo sind mehr als eine technische Einrichtung – sie sind ein lebendiges Beispiel dafür, wie Kultur, Handwerk und moderne Innovation Hand in Hand gehen können. Während andere Branchen zwischen Tradition und Fortschritt schwanken, setzt die VAK auf eine klare Strategie: Sie bewahrt das Erbe der Region, ohne es in der Moderne zu verlieren. Ihr Erfolg zeigt, dass nachhaltiger Tourismus nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und kulturell zukunftsfähig sein kann.