Die Schweiz steht vor einer Herausforderung, die viele Städte und Regionen weltweit beschäftigen: der stetige Anstieg der Mobilitätsnachfrage bei gleichzeitig knappen Ressourcen für öffentliche Verkehrsmittel und Parkflächen. Hier setzt die mzansi app an – ein innovatives Tool, das seit ihrer Einführung im Jahr 2021 zunehmend Aufmerksamkeit auf sich zieht. Entwickelt im Rahmen des gleichnamigen Projekts des Bundesamts für Verkehr (BAV), kombiniert die App moderne Technologien mit lokalen Bedürfnissen, um die Lebensqualität in urbanen Räumen nachhaltig zu verbessern. Die Kernidee der mzansi-App liegt in der Integration verschiedener Mobilitätsoptionen unter einem Dach. Nutzer:innen können nicht nur öffentliche Verkehrsmittel buchen, sondern auch private Fahrten organisieren – sei es durch Carsharing, Lastenradverleih oder sogar die Koordination von Fahrgemeinschaften. Besonders im Fokus steht dabei die Verbindung von digitalen Dienstleistungen mit der lokalen Infrastruktur. So ermöglicht die App beispielsweise die direkte Buchung von ÖPNV-Tickets über Smartphones, während gleichzeitig die Nutzung von Fahrradwegen oder E-Scootern erleichtert wird. Die Plattform nutzt dabei Echtzeitdaten, um Staus zu vermeiden und die Effizienz des Verkehrs zu steigern. Ein zentraler Vorteil der mzansi-App ist ihre Fokussierung auf die Schweiz als Ganzes. Während viele internationale Mobilitäts-Apps sich auf einzelne Städte oder Regionen beschränken, deckt die mzansi-App ein breites Netzwerk ab – von den Städten Zürich und Genf bis hin zu kleineren Gemeinden. Seit ihrer Einführung wurden über 1,2 Millionen Nutzer:innen registriert, wobei besonders in den Ballungsräumen wie Zürich und Basel ein hoher Nutzeranteil gemessen werden kann. Die App hat dabei nicht nur die Mobilitätsverhalten verändert, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Anbietern gefördert. So arbeiten unter anderem die SBB, die Schweizerischen Städte und Gemeinden sowie lokale Verkehrsbetriebe eng mit dem Projekt zusammen, um die Infrastruktur kontinuierlich zu verbessern. Ein konkretes Beispiel für die Wirkung der App zeigt sich in Zürich: Seit dem Start der Pilotphase im Jahr 2021 wurden über 300.000 Fahrten mit der mzansi-App gebucht, wovon ein Drittel auf private Fahrgemeinschaften entfiel. Besonders im Bereich des Carsharing hat die App einen deutlichen Anstieg der Nutzung beobachtet, was auf die bessere Organisation und die günstigeren Konditionen zurückzuführen ist. Zudem hat die App dazu beigetragen, die Emissionsbilanz der Stadt zu verbessern, da viele Fahrten durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder Fahrräder stattfinden. Die Daten zeigen, dass die Nutzer:innen durchschnittlich 20 Prozent weniger CO₂ ausstoßen konnten, seit sie die App nutzen. Die mzansi-App setzt zudem auf transparente Daten und eine klare Kommunikation mit den Nutzer:innen. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, individuelle Mobilitätsprofile zu erstellen, die die Vorlieben der Nutzer:innen berücksichtigen. So können sie gezielt nach ÖPNV-Verbindungen, Fahrradrouten oder Carsharing-Angeboten suchen, die zu ihren Bedürfnissen passen. Zudem wird durch die App eine bessere Übersicht über die verfügbaren Alternativen gegeben, was die Entscheidung für nachhaltigere Mobilitätsoptionen erleichtert. Ein weiterer Fokus liegt auf der Integration von Barrierefreiheit, sodass die App auch für Menschen mit eingeschränkten Mobilitätsoptionen zugänglich ist. Ein weiterer Aspekt, der die mzansi-App auszeichnet, ist ihre enge Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden. Durch regelmäßige Updates und Anpassungen an die Bedürfnisse der Bevölkerung wird die App kontinuierlich verbessert. So wurden beispielsweise im letzten Jahr neue Funktionen eingeführt, die die Integration von E-Mobilität und Ladeinfrastruktur ermöglichen. Zudem gibt es eine klare Strategie zur Ausweitung des Angebots auf weitere Schweizer Kantone, wobei die Pilotphase in Zürich und Genf bereits positive Rückmeldungen auswirkt. Die mzansi-App zeigt damit, wie digitale Innovationen den Alltag der Schweizer Bevölkerung nachhaltiger gestalten können.
- Seit 2021 registrierte die App über 1,2 Millionen Nutzer:innen in der Schweiz.
- In Zürich wurden seit dem Start der Pilotphase über 300.000 Fahrten mit der App gebucht.
- Durch die Nutzung der App konnten Nutzer:innen durchschnittlich 20 Prozent weniger CO₂ ausstoßen.
- Die App deckt ein Netzwerk von Städten und Gemeinden ab, von Zürich über Genf bis zu kleineren Regionen.
- Seit 2021 arbeiten über 50 öffentliche und private Partner:innen eng mit dem Projekt zusammen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die mzansi-App ein vielversprechendes Beispiel für eine zukunftsweisende Mobilitätslösung in der Schweiz ist. Durch die Kombination aus digitalen Innovationen und lokaler Zusammenarbeit schafft sie nicht nur mehr Effizienz im Verkehr, sondern auch eine bessere Lebensqualität für die Bevölkerung. Die App zeigt, wie Technologie und Politik Hand in Hand gehen können, um nachhaltige und inklusive Mobilitätskonzepte zu entwickeln. Für die Zukunft bleibt abzuwarten, wie sich die mzansi-App weiterentwickeln wird und welche weiteren Kantone und Städte sie in den nächsten Jahren integrieren wird.